Die Farm der Tiere

Es war einmal ein Bio-Bauer der aufhörte seine Tiere zu schlachten...

An einem etwas bewölkten Sonntag machte ich mich mit ein paar Freunden auf nach Gföhl. Wo Gföhl ist fragt ihr euch jetzt? Ja...diese Frage habe ich mir auch mehrmals während der zirka einstündigen Fahrt gestellt. Gföhl liegt im schönen Niederösterreich in der Nähe von Krems und ist ein ruhiges Fleckchen Land mit vielen Äckern und Höfen. Und mittendrin befindet sich der kleine Gnadenhof von Hubert und Stefanie - einem Bio-Bauern der sich nach einem schockierenden Schlacht-Erlebnis dazu entschieden hat, seinen Tieren ein glückliches Leben zu schenken und einer Chemieabsolventin mit einem riesen Herz für Schweine 🙂

Die anfängliche Skepsis verflüchtigte sich schnell und schwere Begeisterung und Bewunderung machten sich in mir breit. Ich fand es mehr als mutig diesen Schritt zu wagen und zu versuchen einen, für einen Fleisch-Bauern, mehr als unkonventionellen Weg einzuschlagen. Begrüßt wurden wir mit einem köstlichen Mahl, bestehend aus frisch gebackenem Brot und einem einzigartigen selbstgemachten "veganen Schmalz". Da ich selbst erst seit kurzem Vegetarierin und daher immer wieder auf der Suche nach Alternativen bin, musste ich widerstehen nicht gleich alles von dieser Köstlichkeit zu verspeisen!

Nach einem interessanten Gespräch mit Hubert und Steffi ging es weiter auf die Rinderweide. Dort angekommen, kamen uns gleich entliche Rinder zugelaufen. Man konnte regelrecht erkennen, wie sie sich über Huberts Ankunft freuten - vor allem da wir jede Menge harte Semmeln als Snack mitgebracht hatten. Da Hubert einige Stiere besaß, die sich gerade in der Pubertät zu befinden schienen und immer wieder anfingen wie kleine Jungs zu raufen, blieb ich dann doch, voller Respekt vor diesen massigen Tieren, hinter dem Zaun. Hubert jedoch stapfte voller Vertrauen auf die Weide und fing an seine Tiere zu bürsten und zu streicheln. Es war schön mit anzusehen wie sehr dieser Mann seine Tiere liebte. Man konnte die enge Verbindung zwischen ihm und seinen Tieren auf jeden Fall spüren.

Ab ins Auto und weiter ging es auf die Schweineweide!

Schon von Weitem hörten wir das oink oink oink der Schweinchen, die fröhlich auf einer riesen Schlammwiese auf uns warteten. Als Steffi das Tor aufmachte wurden wir von vielen feuchten Nasen begrüßt und es war dadurch so gut wie unmöglich unsere Hosen, Mäntel und Jacken sauber zu halten. Mir machte es jedoch nichts aus, denn es war einfach zu schön zu sehen, wie sich die Schweine genüsslich auf die Seite legten um sich den Bauch massieren zu lassen. Jedes Tier hatte einen Namen und hörte auch darauf, wenn Steffi den Namen rief.

Viel zu schnell war der Ausflug zum Gnadenhof Rinderwahnsinn auch schon wieder vorbei...Jedoch habe ich mir fest vorgenommen wieder zu kommen und die liebgewonnenen Tierchen wieder zu besuchen.

Falls ihr selber mal vorbeischauen wollt könnt ihr auch direkt auf der Homepage oder auf Facebook schlaumachen - das perfekte Ziel für einen Tagesausflug mit und auch ohne Kinder 😉

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