Eine Geschichte über gute Vorsätze

Wieder ein Jahr ist um - zugegebenermaßen ein Jahr voller Ups and Downs. Als mich über Weihnachten eine schwere Grippe außer Gefecht setzte, fing ich an nachzudenken. Immer wieder lies ich das vergangene Jahr revue passieren und überlegte ob mich die Erfahrungen, die ich gemacht und gesammelt hatte, zufrieden stellten. Natürlich hat sich einiges abgespielt, das mich glücklich machte. Ich habe mein Masterstudium erfolgreich beendet, eine tolle neue Wohnung gefunden und viele wunderbare Menschen kennengelernt.
Schweren Herzens musste ich trotzdem feststellen, dass der Stress des Alltags Überhand genommen hatte. Die Fragen die sich mir unmittelbar stellten waren: "Wieso habe ich das zugelassen? Und möchte ich, dass 2017 genauso wird?"

Zu Jahresbeginn wird immer wieder von Vorsätzen gesprochen. Man will gesünder leben, mehr Sport machen, mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen oder mehr auf die Work-Life-Balance achten. Wenn ich zurückblicke, kann ich nur nur ein Jahr nennen, in dem ich wirklich viele meiner Vorsätze verwirklicht habe - doch 2016 ist nicht darunter. Anstatt Trübsal zu blasen und deprimiert die Schultern hängen zu lassen nach dem Motto "Bringa ja eh alles nichts", beschloss ich meine innere Abenteuerlust wieder neu aufleben zu lassen. Deswegen wurden kurzhand gleich 3 Reisen gebucht und weitere in Planung gestellt 🙂 Wo soll es also heuer unbedingt hingehen?

  • Marokko
  • London
  • Baltikum
  • Irland
  • Rom

In Marroko möchte ich eine Wüstenwanderung machen und eine Nacht unter dem Sternenhimmel in den unendlichen Sanddünen verbringen. Ist das in der heutigen Zeit, die von Gewalt, Krieg und Terror geprägt ist eine gute Idee? In einem Land, in dem eine partielle Reisewarnung ausgegeben wurde? Schon mehrere Leute musterten mich mit besorgtem Blick und stellten mir diese Frage. Vielleicht hat mich anfangs ein komisches Gefühl begleitet, allerdings bin ich der Meinung, dass man der Angst nicht die Macht geben sollte, Dinge die man wirklich möchte, dann doch nicht zu tun. Natürlich ist es wichtig abzuwägen und dann für sich selbst zu entscheiden ob es klug ist oder nicht.
Matthias Horx hat dazu geschrieben: "Zukunft wagen: Das beginnt mit einem Loslassen. Dem Eingestehen, dass es Dinge gibt, die sich unserer Kontrolle entziehen, egal, wie sehr wir auch mit der Faust auf unser Kontrollpult schlage. Nur wer durch diese Erkentnis hindurchgeht, wird auf der anderen Seite des Tors erstarken." (Horx, 2016)

Vielleicht sollte man sich also manchmal einfach ins Abenteuer stürzen und sich darauf voll und ganz einlassen.

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